Reiki – Energieübertragung durch Handauflegen oder doch mehr? Noch keine Bewertung

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Bei uns im Westen wird Reiki als eine Methode der Energieübertragung durch Handauflegen gelehrt. Meist wird nur ganz kurz auf die spirituelle Seite dieser wunderbaren Methode zur Aktivierung der Selbstheilkräfte eingegangen.

Aus diesem Grund möchte ich mich hier mit den sogenannten „Lebensregeln“ von Reiki auseinandersetzen.

Mikao Usui, der Begründer von Reiki hat diese sinngemäß wie folgt aufgeschrieben:

  1. Gerade heute sei frei von Ärger
  2. Gerade heute sei frei von Sorge
  3. Gerade heute sei dankbar
  4. Gerade heute arbeite hart
  5. Gerade heute sei nett zu deinen Mitmenschen.

Ein zentraler Punkt in allen diesen Regeln liegt im „gerade heute“. Nur heute, jetzt, in diesem Augenblick kannst du frei von Ärger und Sorge, kannst du dankbar und nett sein und an dir arbeiten. Jetzt lebst du, gestern ist vorbei und morgen ist ungewiss.

Ein weiterer Punkt ist die positive Formulierung. Unser Unterbewusstsein versteht nichts Negierendes. Wenn ich denke: gerade heute ärgere ich mich nicht, dann kann mein Unterbewusstsein mit dem Wort „nicht“ nichts anfangen und versteht: gerade heute ärgere ich mich!

Der Verstoß gegen diese Lebensregel führt zu keiner Sünde oder zu schuldhaftem Vergehen. Der Sinn liegt nicht im reinen Befolgen der Regeln sondern soll anregen, über die innere Haltung nachzudenken und sich mit seiner Lebensführung auseinanderzusetzen.

1. Gerade heute sei frei von Ärger:
Ärger ist eine Form von Aggression, die keine konstruktive Handlung ermöglicht. Verspürst du Ärger, solltest du schnell diesem Gefühl auf den Grund gehen und klären, für welchen Zweck diese mächtige Energie deinen Körper und deinen Geist erfüllt. Wenn du dich über jemanden ärgerst, solltest du herausfinden, was dir der Andere Unangenehmes über dich selbst zeigt. Das willst du nicht sehen und es entsteht Ärger. Schau nach, welche unliebsamen, vielleicht verdrängten Persönlichkeitsanteile durch das Erlebte in dein Bewusstsein aufgestiegen sind und dadurch Ärger verursacht haben. Wenn du das erkennst, kannst du diese Anteile aufarbeiten und der Ärger löst sich schnell auf.

2. Gerade heute sei frei von Sorge:
Sorgen zeigen an, dass ein meist unbewusster Anteil in uns der Ansicht ist, die Kontrolle über wichtige Dinge zu verlieren, die zur Erhaltung des Lebens oder wichtiger Ressourcen notwendig sind. Dein Unterbewusstsein glaubt, dass es bald gefährlich oder unangenehm für dich wird und weiß sich nicht zu helfen. Dann kommen Angst und Sorgen.
Wenn du herausfindest, was genau du befürchtest und es bewusst betrachtest, stellst du meist fest, dass die Gründe der Sorgen irreal sind. Wenn sie real sind, kannst du etwas gegen die Situation unternehmen und die Sorgen können sich auflösen.

3. Gerade heute sei dankbar:
Dankbarkeit ist die Anerkennung des göttlichen Segens, der in allem empfangen wird, was wir bekommen, sei es klein oder groß. Wie oft übersehen wir die helfende Hand der Schöpferkraft oder eines Mitmenschen, nur weil wir uns auf eine ganz spezielle Art von Glück und Erfolg versteift haben.
Wenn wir dankbar sein können, so leben wir aus der Fülle heraus. Wir haben und sind somit dankbar.
Das sind viel schönere Gefühle als bitten zu müssen, denn bitten tun wir aus einem Mangel heraus. Deshalb gestalte deine Wünsche so, dass du oft danken kannst und selten bitten musst.

4. Gerade heute arbeite hart:
Arbeiten im spirituellem Sinn ist vor allem zuerst arbeiten an sich selbst.
Das heißt: überprüfe dein Handeln, ob es aus rechter Absicht geschah oder aufgrund von alten, eingeschulten Gedankenmustern wie Hass, Neid, Gier, Angst oder Selbstzweifel.
Wenn diese Gedankenmuster wieder Herrschaft über uns erlangen, so sind die Heilerfolge auf unserem Weg, die durch liebevolles, aufmerksames Handeln erreicht wurden, zunichte gemacht.
Für die berufsmäßige Arbeit gilt: sie sollte ernst genommen werden und frohgemut erledigt werden, dann können sich die Talente entfalten und auch anderen dienen, genau wie die Arbeit anderer dir dient.

5. Gerade heute sei nett zu deinen Mitmenschen:
Nett sein heißt auch lieben können.
Um jemand anderen lieben zu können, muss man in der Lage sein, sich selbst zu lieben. (Nach dem Motto: liebe deinen Nächsten wie dich selbst.)
Wie kann ich einen anderen Menschen lieben, wenn ich mich selbst nicht achten und lieben kann? Wie kann ich einen anderen Menschen Freude schenken, wenn mir graut, wenn ich mich im Spiegel erblicke?
Spirituelle Liebe zu praktizieren ist vielleicht die schwierigste der Lebensregeln. Sie will das Beste für alle Beteiligten.
Es kann eine gute Tat, ein gutes Wort mit Herz und Verstand sein, es kann ein Lächeln im richtigen Moment sein, es kann aber auch Konsequenz und Macht sein, die man auf jemandem ausübt um ihn vor Verderben zu schützen, bis er wieder so weit ist, Entscheidungen für seinen Weg zu treffen. Spirituelle Liebe geht oft das Risiko ein, zeitweise nicht gemocht zu werden.
Durch die spirituelle Liebe erkennt man die göttliche Kraft im anderen und respektiert ihn. Dadurch wirst du in den Mitmenschen bald die Spiegel entdecken, in denen du dich selbst erkennst.

Diese Betrachtungen der Lebensregeln von Reiki verbinden dir „Technik des Handauflegens“ mit dem spirituellen Aspekt einer „Weg Lehre“ im asiatischen Sinn.

Für jene, die noch nicht wissen ob sie einen Reiki Kurs besuchen sollen oder nicht, habe ich ein kleines Buch geschrieben:

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