Züchten wir kleine Monster in unserer Gesellschaft?

Bei dem Thema Kindererziehung gehen erfahrungsgemäss die Wogen hoch! Da fühlen sich Menschen berufen ihre Sichtweise beizusteuern obwohl sie keine Kinder haben und somit eigentlich gar nicht mitreden können. Dann gibt es die einen die glauben eine Erziehung des letzten Jahrhunderts wäre zeitgemäss und dann die, die sich eigentlich sehr wenig um die Entwicklung ihrer eigenen Nachkommen kümmern. Doch welche Erziehung ist nun die beste?

Ich denke mir, dass es „Die perfekte Erziehung“ niemals geben wird, was zum Leidwesen von den Verfechtern der verschiedenen Richtungen oft nicht akzeptiert wird. Im Moment sind es eher die beiden Erziehungsstile wie „Antiautoritär“ und „Laissez-Faire“ die von der überwiegenden Mehrheit proklamiert wird!

Da wird versucht, den Eltern etwas überzustülpen, was sich dauerhaft für die Gesellschaft negativ auswirken wird!

Ich persönlich sehe eine Gefahr für die Zukunft der Gesellschaft in diesen beiden Erziehungsstilen, wenn diese auf die gesamte Generation angewendet wird! Sicherlich gibt es genug Kinder für die, diese beiden Stile bestens für ihre Entwicklung geeignet sind, aber es ist eben nur ein kleiner Teil.

Es werden (oft von politisch Linker Seite) Ideologien beschlossen, die gefälligst die gesamte Gesellschaft zu übernehmen hat! Da wird nicht unterschieden oder auf die Bedürfnisse des einzelnen eingegangen. Nein! – „Antiautoritär“ ist angesagt, da dies (angeblich) die Entwicklung des Kindes fördert und dies muss dann auch sofort umgesetzt werden!

Angenehme Begleiterscheinung: Die Eltern brauchen sich ganz selten einmischen und die Kinder können nebenher im Haushalt mit(er)leben. Es erfordert nicht soviel „Kraft“! Die Kinder wieder zum Beiwerk eines Haushalts!

Doch wenn dies auf „alle“ Kinder angewendet wird, züchten wir kleine Monster die einmal Erwachsen werden und im Leben bestehen müssen. Die Frage ist, können sie im Leben bestehen? Wie wird die nächste Generation unsere Gesellschaft prägen?

Früher war alles besser?

Erziehungsvorgaben des letzten Jahrhunderts sind schon lange überholt. Vor 60 Jahren sind 15-jährige Jungs noch Kinder gewesen die in Kurzen Hosen und Barfuß ihre Streiche gespielt hatten, wobei sie heute schon im gleichen Alter oft selbst Väter werden. Auch der Menstruationszyklus der Mädchen kommt von Generation zu Generation immer früher.

Daran sieht man wieder einen Evolutionsschritt dem die Menschen natürlich immer noch ausgesetzt sind! Die Welt „dreht sich schneller“ so auch die Entwicklung unserer Kinder!

Aber noch bis vor 10 Jahren wurden wir in der Schule von den anderen Schülern manchmal „verarscht“ wie wir es nannten, aber auch das war eine zukunftsprägende Erfahrung. Heute nennt sich dies „Mobbing“ und sofort stehen alle Lehrer und Eltern in einem Schock- und Ausnahmezustand sofern dieses Wort von einem Elternteil fällt! Ist es wirklich so schlecht, wenn man als Kind „verarscht“ wird? Ich wünsche es meinen Kindern sicher nicht, aber sollten sie nicht auch lernen damit umzugehen? Ist es nicht das Leben? Werde ich nicht auch für meine Beiträge von einigen gemobbt?

Sind in Fällen die Kinder betreffen nicht die Eltern gefragt, mit den Kindern eine gemeinsame zielführende Lösung zu erarbeiten, anstatt mit erhobenen Zeigefinger den Lehrern und den anderen Eltern irgendwelche Schuld zuzuweisen? Wo bleibt die Verantwortung der Eltern für die Kinder?

Warum muss immer alles so extrem sein? Warum braucht unsere Gesellschaft für jeglichen Bereich irgendwelche Regeln? Warum sollten wir alle nicht für uns selbst, unsere Familie und unsere Kinder entscheiden können? Warum wird uns dies von politischer Seite immer abgesprochen?

Da wird ein liebevoller Vater als Pädophil bezeichnet, weil er seiner 4-jährigen Tochter einen Kuss auf die Stirn gibt? Was sind das für Menschen? Meine Kinder (Sohn 11, Tochter 10) kuscheln heute ab und zu immer noch gerne mit mir! Das ist Liebe, das ist Vertrauen und auch Respekt würde ich mal sagen!

Eine Geschichte aus dem Bekanntenkreis:

Eine Familie mit 14-jähriger Tochter lebt sehr harmonisch miteinander. Die Tochter hat gute Noten, die Familie unternimmt an den Wochenenden viel gemeinsam und auch die Tochter ist zufrieden und glücklich. Natürlich gibts auch Verbote und „Strafen“ die sich meist in Handyverbot, Fernsehverbot und Hausarrest niederschlagen.

Eines Tages verändert sich die Tochter. Sie hat im Netz ein anderes Mädchen kennengelernt die ihr „Tips“ gibt, wie man rebellieren kann und wie man seinen Willen unbedingt durchsetzen kann/muss! Die Eltern beaufsichtigen natürlich die Internetaktionen der Tochter und bekommen dies auch mit. Es gibt deswegen immer wieder mal einen Streit.

Eines Tages fährt die Mutter die Tochter, wie immer, in die Schule. Ein ganz normaler Tag. Plötzlich bekommt die Mutter einen Anruf vom Jugendamt, dass ihre Tochter bei ihnen im Hause ist und nicht mehr nach Hause will weil alles so schlimm ist. Sie wurde in eine Wohnung gebracht, in der mehrere Kinder/Jugendliche leben. Betreutes Wohnen für Jugendliche.

Fassungslos waren Vater und Mutter. Als der Vater sagte, dass er ihr das Handy abnimmt, oder jedenfalls die Kosten nicht mehr übernimmt um die Kommunikation mit diesen „anderen Mädchen“ zu unterbinden, wurde er von dem Erzieher aufgeklärt, dass es ein Menschenrecht ist, ein Handy zu besitzen und er die Kosten weiter tragen muss.

Nun sitzt die Tochter seit 2 Jahren am Bahnhof, lebt ein Leben mit Drogen, Alkohol und in der Schule war sie seit dem auch nicht mehr. Laut den Erziehern in der Einrichtung ist das alles OK! Recht der Eltern? KEINES!

Beide Eltern befinden sich seit dieser Zeit in psychologischer Beratung, da sie es fast nicht schaffen damit zurecht zu kommen wenn sie den Verfall ihres geliebten Kindes sehen und dies auch noch rechtlich gedeckt ist!

Warum wird nicht eingegriffen wenn es einmal notwendig ist?

Auch das AMS vermittelt einer Mutter lieber einen 30-Std Job und bezahlt eine Tagesmutter, als die Mutter zuhause beim Kind zu lassen! Warum soll eine Mutter ihr Kind nicht selbst erziehen und dies einer fremden Frau überlassen?

Kindergrippe für 3 -jährige

Warum sollte ein Kind mit 3 Jahren schon von der Mutter entwöhnt werden? Gerade bis zum 4. – 5.Lebensjahr ist die Mutter/Familie für das Kind am wichtigsten! Gerade in diesem Alter ist die Prägung am intensivsten!

Ich sehe da ein gewolltes Muster der Politik um eine „Generation zu züchten“, die sich nicht selbstbewusst und eigenständig integrieren soll und darf. Ich spreche hier nicht von den 20-30% die eher einer Elite angehören, sondern von den Bürgern die irgendwie die Familie durchbringen müssen. Sie können nicht anders als ihre Kinder schon so früh wegzugeben, da sie ums Überleben kämpfen müssen. Wir züchten politisch gewollte Lemminge ohne eigene Meinung und Monster heran, wenn sich nicht bald etwas ändert!

Aber da muss ich leider (es nervt mich ja schon ein bischen) die politisch Linke Seite verantwortlich machen. Warum haben die eine solche Macht? Viele der “Neuethischen” Grundsätze, Regeln und Gesetze stammen aus dieser Richtung. Nachweislich hat dies unsere Gesellschaft immer noch nicht weiter gebracht, im Gegenteil.

Manchmal sind diese Grundsätze ja sehr ehrenhaft, aber vielleicht in 30, 50 oder gar 100 Jahren erst zum Wohle der Menschen umsetzbar!

Ich persönlich stehe zur Erziehungsbeschreibung in diesem Link, aus dem aber auch eigenverantwortliche Menschen herauswachsen werden!

Der schwedische Psychiater und Buchautor David Eberhard sagt, eine liberale Erziehung schade Kindern und Eltern. Mit diesem Satz bringt er es auf den Punkt:

„Wir bereiten die Kinder nicht gut aufs Erwachsenenleben vor, wenn wir ihnen immer vormachen, dir wird nichts Böses geschehen, ich bin immer für dich da, du bist der Nabel der Welt. Was ich in meiner psychiatrischen Klinik erlebe, sind junge Erwachsene, die zu uns kommen, weil die Freundin Schluss gemacht hat, weil der Hund stirbt. Die haben Schwierigkeiten, mit ganz normalem Kummer umzugehen.“ (Ganzes Interview)

Ich bin zwar nicht mit allen Sichtweisen von ihm einverstanden, aber als Information finde ich diesen Artikel sehr spannend. Man muss sich über alle möglichen Zugänge informieren um letztendlich das individuell richtige zu tun!

In diesem Sinne

„bleibt´s Spannend!“

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Harry Hausverstand war viele Jahre bei mehreren Printmedien tätig und baute sich hier ein Netzwerk auf, das heute noch aktiv ist. Sein persönliches Anliegen: Die Menschen wieder zum Nachdenken zu bringen da ihnen von der Politik und den Mainstream Medien meist das eigene Denken abgesprochen wird. Der Leser bekommt durch das zusammenführen vieler vorhandener Meldungen eine vollkommen andere Sichtweise. Seine Beiträge sind oft als Satire zu verstehen, da nur ein polarisieren die Menschen zum Nachdenken bringt! Sein Motto: Nicht alles glauben sondern wieder selber Denken damit Überlegen wieder überlegen macht!

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